Radtour durch den Norden und nach Schleißheim

Eine Radtour durch den Münchner Norden, vom Olympiapark über den Müllberg, das FC-Bayern-Stadion, nach Schleißheim, dann über das Hasenbergl zurück, ca. 35 km.

Wir beginnen am Ausgang der U-Bahnstation Olympiazentrum, und fahren erstmal südlich über den Ring  Richtung Olympiasee und Sea-Life-Aquarium. Linkerhand das BMW-Museum (Bild 1), rechterhand die Zelte der Stadien (Bild 2). Entlang des Kanals fahren wir nach Osten bis zur Kreuzung mit der Schleißheimer Straße. Dort ist es etwas unübersichtlich, wir halten uns eher links und fahren dann entlang des Petuelrings durch den Petuelpark. Unter uns fahren die Autos im Tunnel. Nachdem wir die Belgradstraße gekreuzt haben, sehen wir vor uns eine Fußgänger/Rad-Brücke (Bild 3). Über diese fahren wir nach Norden.

Der schöne Fahrradweg geht noch ein ganzes Stück weit nach Norden, wir verlassen ihn aber an der Milbertshofer Straße nach Osten, und fahren weiter an der Domagkstraße. Hier findet ein Versuch mit "Protected Bikelanes" statt, also ein Fahrradweg, der baulich von der Straße getrennt wird (Bild 4). Wir fahren bis zum Ende der Domagkstraße und biegen dann nach links (Norden) ab in die Ungererstraße, weiter über die Kreuzung mit dem Frankfurter Ring, und dann entlang der Freisinger Landstraße, linkerhand an der Kläranlage Großlappen vorbei. Irgendwann mal sehen wir schräg links den Müllberg mit dem Windrad oben drauf (Bild 5). Da wollen wir hin!

Zur Spitze des Müllbergs müssen wir ein paar Spitzkehren fahren, dann bietet sich uns eine wunderbare Aussicht, z.B. nach Westen zum Olympiagelände, wo wir herkommen (Bild 6), oder zum Fußballstadion (Bild 7). Wenn wir wieder runterfahren, halten wir uns an der Gabelung links, um den Berg weiter links herum zu fahren. Unten führt dann eine Brücke über die Autobahn, und wir sind am Stadion. Dort wurschteln wir uns durch bis zum nordwestlichen Ende, wo wir unter der Autobahn durch Richtung Norden, östlich entlang der Bahnstrecke fahren. Vielleicht schaffen Sie es auch auf die westliche Seite der Bahnstrecke, dort ist der Weg vielleicht geteert. Östlich haben wir jedenfalls Schotter. Wir fahren bis zum Schleißheimer Kanal. An dem entlang könnten wir auf beiden Seiten Richtung Westen fahren, aber derzeit gibt es eine Baustelle (wegen des Radschnellwegs nach Garching!), die verlangt, daß wir einen Umweg über Hochbrück machen, wie in der Karte festgehalten. Wenn die Baustelle weg ist, suchen Sie sich die schönere Kanalseite aus. Dort, wo der Kanal unter der B13 verläuft, müssen Sie einen Schlenker fahren, um auf der südlichen Kanalseite weiterzufahren. Dann fahren Sie direkt auf das Schloß Lustheim zu (Bild 8). Leider darf man innerhalb der Schloßmauern nicht radeln. Der Weg geht deshalb nördlich des Schloßparks entlang der Freisinger Straße weiter. Sie können aber mal einen Blick in den Schloßpark werfen. Schloß Lustheim enthält eine Porzellansammlung.

Am anderen Ende des Schloßparks liegen das neue und alte Schloß Schleißheim. Wir fahren entlang der Front des neuen Schlosses, gegenüber das alte Schloß (Bild 9). Direkt der nordwestlichen Ecke des Schlosses gegenüber liegt das Schloßcafe, vom südwestlichen Ende aus erspähen wir den Schloßbiergarten. Wir folgen den Wegweisern zum Museum Flugwerft Schleißheim, dort gibt es ein weiteres Cafe. Und nachdem wir den Flugplatz halb umrundet haben (Bild 10), gibt es beim aktiven Flugplatz (Bild 11) noch ein weiteres Cafe, den Fliegergarten. Das sollte ausreichen, um uns von den Strapazen von Großlappen bis hierher zu erholen.

Kurz hinter den Flugplatzgebäuden geht ein kleiner Weg schräg rechts ab, Richtung Hasenbergl. Schön schattig durch den Wald geht es südwärts wieder zurück in die Stadt. Wir kommen an einer Kirche mit einem bemerkenswerten Dach vorbei. Die Kirche heißt "Mariä Sieben Herzen", und das Dach hat in der Tat sieben Flächen (Bild 12). Weiter geht es nach Süden, durch das Hasenbergl, entlang der Fortnerstraße, rechts in die Aschenbrenner Straße, links in die Linkstraße, weiter entlang der Reschreiterstraße, dann links und wieder rechts in die Hasenberglstraße, und links und wieder rechts in die Steindlstraße. Kurz vor derem Ende gibt es einen Weg nach links zur Schleißheimer Straße, wir biegen aber gleich wieder rechts ab Richtung Westen in die Augustin-Rösch-Straße, dann in die Robinienstraße bis zur Lerchenauer Straße. Dort fahren wir ein kleines Stück südlich und biegen dann in die Berberitzenstraße ein. Beachten Sie, daß der Lerchenauer See ganz in der Nähe liegt. Die Berberitzenstraße scheint an einem fiesen Bahnübergang zu enden, geht aber auf der anderen Seite weiter. Der Bahnübergang ist fies, weil man mit einem Fahrrad nur schlecht, und mit einem Tandem garnicht rüberkommt.

Wenn die Berberitzenstraße an der Wilhelmine-Reichard-Straße wirklich endet, fahren wir weiter geradeaus auf einem Waldweg entlang der Kolonie Eggarten, einem noch sehr verwunschenen Ort. Es gibt aber Pläne, das gründlich zu ändern, und dort 2000 Wohnungen zu errichten. Am Ende des Weges geht es unter der Bahn durch, nach ein paar Metern sind wir an der Triebstraße. Wir bleiben auf der linken Seite der Triebstraße bis nach der Einmündung der Landshuter Allee, dort folgen wir den Wegweisern zum Olympiapark. Sie können links auf den Kusocinskidamm abbiegen, aber es lohnt ein kleiner Abstecher nach rechts auf die Brücke über die Landshuter Allee. Direkt neben der Landshuter Allee verläuft die inzwischen völlig zugewachsene Bahnstrecke zum Olympiabahnhof, den wir in der Ferne als "lost place" sehen (Bild 13). Der Kusocinskidamm unmrundet die Sportanlagen der TU München, ins Auge fällt der Kletterturm (Bild 14). Wir fahren eine Linkskurve Richtung U-Bahn Olympiazentrum, kommen aber kurz vorher noch an der Gedenkstätte für die Opfer des Olympiaattentats vorbei (Bild 15). Dann erreichen wir unseren Ausgangsort.
 

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Saisonkarten für Tagestouren

Nur für ADFC-Mitglieder: Mit einer Saisonkarte können Sie an allen Tagestouren teilnehmen!

https://muenchen.adfc.de/artikel/radtour-durch-den-norden-und-nach-schleissheim

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 220.000 Mitgliedern, davon über 33.000 in Bayern und rund 9000 in München, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Der ADFC will, dass Deutschland bis 2030 ein attraktives Fahrradland wird, das in allen Städten und Dörfern einladende Rahmenbedingungen zum Radfahren und Qualitätsradwege statt Holperstrecken bietet. Dafür hält der ADFC eine grundlegende Reform des Straßenverkehrsrechts für essenziell.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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