Komplett reflektierende Taschenset mit Back- und Frontrollern und Lenkertasche in gelb, Fahrradaktentasche in schwarz.

Komplett reflektierende Taschenset mit Back- und Frontrollern und Lenkertasche in gelb, Fahrradaktentasche in schwarz. © www.pd-f.de / Mathias Kutt

Wissenswertes über Fahrradtaschen

Fahrradtaschen gehören zum wichtigsten Zubehör im Alltag und auf Reisen, ob als einfacher Packsack oder ausgeklügeltes Transportsystem: Taschen machen ein Fahrrad erst so richtig alltagstauglich. Das sind die wichtigsten Kaufkriterien.

Fahrradtaschen sind Klassiker beim Fahrradzubehör. Es gibt sie in vielfältigen Formen, Farben und Ausführungen für unterschiedliche Zwecke. Da ist die Chance hoch, das individuell passende Modell für die Fahrradreise, den Büroalltag oder zum Einkaufen zu finden.

Reicht wasserabweisend aus?

Nicht alle Fahrradtaschen sind aus wasserdichtem Material. Einfache Modelle bestehen aus Kunstfasern und sind bestenfalls wasserabweisend. Das reicht aus, wenn man die Taschen nur für Touren oder den Arbeitsweg bei gutem Wetter nutzen will. Eine Regenhülle sollte dennoch dabei sein, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein.

Auch bei Fahrradtaschen sind Retro-Materialien wieder sehr beliebt. Das sieht gut aus, kostet in der Regel meist mehr und ist nur bedingt wetterfest. Für Schönwetter-Einsätze spricht aber nichts gegen modische Taschen.

Wer viel unterwegs ist, Radreisen plant oder mit Laptop oder ähnlichem unterwegs ist, kommt um wasserdichte Taschen kaum herum. Ihre Auswahl ist groß. Darauf sollten Interessierte achten: Nähte und Verschlüsse genauer unter die Lupe nehmen und nach Reparaturmöglichkeiten erkundigen (siehe unten).

Verschlusssache: Roll-, Kapuzen- oder Reißverschlüsse

Modelle mit Rollverschluss sind leicht zu bedienen, zuverlässig wasserdicht und wenig schadensanfällig. Ist die Tasche prall gefüllt, lässt sie sich vielleicht nicht mehr wasserdicht aufrollen. Manchmal ist es aber auch praktisch, wenn eine Lauchstange oder eine Posterrolle herausschauen kann.

Auch Kapuzen- oder Reißverschlüsse sind praktisch. Sie machen die Taschen aber etwas schwerer und haben mehr Teile, die kaputt gehen könnten.

Große Auswahl an Fahrradtaschen

Die klassische Packtasche für Gepäckträger ist ein sogenannter Backroller, oft als Set für links und rechts erhältlich. Backroller meint: Die Tasche hat einen Rollverschluss und wird am hinteren Gepäckträger befestigt.

Für die große Reise reicht ein Backrollerset meist nicht aus. Und so gibt es Taschensortimente, die modular aufgebaut sind. Neben den Taschen für den Hinterradgepäckträger sind auch welche für den Vorderradgepäckträger (Lowrider) erhältlich, in der Regel ebenfalls als Set. Zudem gibt es unterschiedliche Taschen, Säcke oder Hartschalenboxen, die oben auf dem hinteren Gepäckträger Platz finden.

Zum klassischen Packtaschenset gehört zudem eine Lenkertasche. Sie wird mit einem Adapter am Lenker befestigt und bietet Platz für Smartphone, Kamera, Schlüssel und Portemonnaie. Manche Modelle haben ein Kartenfach auf der Oberseite. Mit Schulterriemen wird sie unterwegs zur Umhängetasche.

Der modulare Aufbau der Taschensortimente ist enorm praktisch, weil man so nach Bedarf den Stauraum erweitern oder verkleinern kann. Bei allem Stauraum sollte man nicht vergessen: Weniger Gepäck ist auf Radreisen oft mehr. Das zusätzliche Gewicht muss ja bewegt werden.

Die klassische Packtasche

Die klassische Packtasche für hintere und vordere Gepäckträger hat meist keine Innenraumaufteilung. Für viele Radreisende ist das auch nicht notwendig. Wer nicht gerne wühlt, der findet Gefallen an Erweiterungen wie zusätzlichen Taschen zum Anhängen oder passgenauen Innenraumeinsätze mit mehreren Fächern, die Hersteller inzwischen anbieten.

Die wasserdichte Tasche für die tägliche Fahrt ins Büro oder zum Einkaufen braucht eine sinnvolle Aufteilung der Innenraumfächer und auch eine gepolstertes Fach fürs Laptop ist Standard. 

Praktisch auf dem Weg ins Büro: Die wasserdichte Aktentasche mit Platz fürs Laptop.
Praktisch auf dem Weg ins Büro: Die wasserdichte Aktentasche mit Platz fürs Laptop. © www.racktime.com | pd-f

Fahrradtaschen fürs Büro und mehr

Neben den universell einsetzbaren Packtaschen gibt es auch zahlreiche Taschenmodelle für den Büroeinsatz oder sonstige
Gelegenheiten wie den Einkauf. Sie haben eine aufwändigere Innenraumgestaltung: So ist ein Laptopfach für eine Bürotasche ein Muss, dazu kommen mehrere kleinere Fächer.

Shoppingtaschen sollen leicht zu tragen, Portemonnaie und Schlüssel gut zu erreichen sein. Welchen dieser echten oder vermeintlichen Vorteile man benötigt, hängt von persönlichen Vorlieben ab. Ein wichtiges Argument für den Kauf ist aber häufig, dass solche Taschen oft ein gefälligeres Äußeres haben als Packtaschen.

 

Gepäcktaschen sicher befestigen

Die Taschen lassen sich mit ihrem Hakensystem an einen Gepäckträger hängen. Im Idealfall sind die Haken so einstellbar, dass sie sich an möglichst viele Gepäckträger anpassen lassen.

Zwei Haken hängen an einer horizontale Gepäckträgerstrebe. Ein tiefer sitzender Haken an einer senkrechten Strebe, um zu verhindern, dass die Tasche vom Träger abklappt und das Fahrverhalten erschwert. Gut konstruierte Hakensysteme machen es möglich, die Tasche einhändig einzuhängen und abzunehmen. Wichtiges Kaufkriterium: Sind die stark belasteten Haken als Ersatzteile erhältlich?

Bei Fahrradtaschen auf Reparaturservice und -kits achten

Ohnehin ist ein Reparaturservice sinnvoll. Hochwertige Taschen halten oft sehr viele Jahre und es wäre schade, sie wegen einer kleinen Beschädigung aussortieren zu müssen. Manche Hersteller bieten deshalb einen Reparaturservice und auch Reparaturkits für den Eigengebrauch an.

Bikepacking ist die Beschränkung auf das Notwendigste.
Bikepacking ist die Beschränkung auf das Notwendigste. © www.schwalbe.com | pd-f

Bikepacking

Seit einigen Jahren ist Bikepacking im Trend, eine mehr abenteuerorientierte Form des Radreisens. Im Unterschied zu normalen Reiserädern sind die dafür verwendeten Räder oft Sportgeräte wie Mountainbikes, Rennräder oder Querfeldeinräder, und besitzen meist keine Vorrichtungen für den Gepäcktransport.

Die Taschen werden dort angebracht, wo Platz ist: am Lenker, unterm Sattel, im Hauptrahmen und auf dem Oberrohr. Das Stauvermögen ist dementsprechend geringer als bei Packtaschen.

Die meisten angebotenen Taschen sind wasserdicht und müssen es auch sein, weil sie nicht nur Regen trotzen müssen, sondern auch Feuchtigkeit und Schmutz von unten, denn die Räder haben oft keine Schutzbleche und die Touren verlaufen häufig abseits befestigter Wege.

Bei der Auswahl der Taschen sollte das Rad dabei sein, um direkt ausprobieren zu können, ob die Taschen gut anzubringen sind. Und natürlich will gut überlegt sein, wie viel Stauraum und wie viele Taschen man braucht. Neben einem Zelt und einem Schlafsack bleibt oft nur Platz für das Nötigste.

 

Systemgepäckträger und Systemfahrradtaschen

Für eine einfache Bedienung gibt es mehrere Systemlösungen. Taschen oder Hartschalenboxen werden auf dafür vorgesehene Gepäckträger oder Adapter aufgesetzt und sitzen umgehend fest und sicher. Solche Systeme umfassen zum Teil auch weiteres Zubehör wie zum Beispiel Kindersitze.

Das ist einerseits sehr praktisch, andererseits ist man auf das Taschen- und Zubehörangebot eines Herstellers angewiesen. Wenn das die eigenen Bedürfnisse nicht gut genug abdeckt, ist der Systemvorteil dahin. Es kann auch Beschränkungen bei der Zuladung geben, die deutlich unter herkömmlichen Träger-Taschen-Kombis liegen.

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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